Sonntag, 25. Mai 2014

Der Segen von guten Dark Frames

Bei der Durchsicht der Originalaufnahmen bin ich dann draufgekommen, dass ich bei dem Absturz doch nur die Hälfte der Darks überschrieben habe. Damit sind noch ca. 100 Lights a 5 sec und 100 Darks für eine Bearbeitung übriggeblieben, unmittelbar hintereinander und damit bei gleicher Kameratemperatur aufgenommen.

Also noch mal ein Masterdark erstellt und die Daten durch Fitswork gejagt! Siehe da, schaut schon viel besser aus. Das Verstärkerglühen ist fast weg. Ich hab dann nur mehr den Hintergrund geebnet mit "Hintergrund ebnen variabel" und einem recht grossen Radius. Sieht doch gleich besser aus:
3C273, 21.5.2014, Sternwarte Steinberg, Newton 250/1000mm, IMGH0 monochrom, 105 x 5sec

Auch die Peaks bei Hbeta und Hgamma kann man als helle Knoten im Spektrum sehen, Halfa wegen der geringeren Intensität nur mit viel Phantasie. Interessanterweise ist zwar das Bild viel besser, wegen des höheren Rauschens jedoch nicht unbedingt besser zur Auswertung in Visual Spec geeignet. Das Abziehen eines Hintergrund Profils direkt neben dem Spektrum ist bei dem Verstärkerglühen meiner Kamera ein mächtiges Werkzeug.

Damit ist die Lehre klar: bei meiner Kamera (IMGH0, ungeregelte Kühlung, kein Temperatursensor) braucht man immer die Darks unmittelbar nach den Lights, sonst wird es nichts. Aber mit sauberer Verarbeitung erhält man aus fast hoffnungslos aussehenden Rohbildern mit wenig Aufwand noch ein beachtliches Resultat.

Die monochrome Kamera mit hoher Infrarotempfindlichkeit bewährt sich gerade hier, wo interessante Linien weit ins Infrarote verschoben sind. Die Spiegelreflex Kamera könnte trotzt Astroumbau Halfa von diesem Quasar nicht mehr sehen.

CS, Arnold

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